Miskito-Indianer in Nicaragua - Homepage Ulrich Epperlein

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ULRICH EPPERLEIN

Herrnhuter Missionshilfe, Bad Boll
 

 

 

Freiwilligendienst in Bilwi, Nicaragua

Christoph Scheurich

Jahrgang 1986 aus Wertheim am Main

Ich engagiere mich vor allem musikalisch. Als geprüfter D-Organist spiele ich seit Juni 2001 regelmäßig in Gottesdiensten in unserer Gemeinde wie auch in Nachbargemeinden. Da ich auch noch Trompete spiele, bin ich noch Mitglied einer Funk’n’Soul Band, eines Blechblasensembles und der BigBand unserer Schule.  Mein Dienst als Organist gibt mir die Möglichkeit Gottesdienste aktiv mitzugestalten und auch musikalisch zu umrahmen.

In meiner Schule arbeite ich in der Schülermitverwaltung an manchen Projekten mit, wie beispielsweise das Projekt „Miteinander – Füreinander; Toleranz zeigen“ im letzten Winter. Vor allem durch die Band habe ich erfahren, dass es schwer ist eine Gruppe von Menschen zu koordinieren und auf die Wünsche jedes einzelnen einzugehen.

Wichtige Erfahrungen habe auch bei der Versorgung meines Großvaters gewonnen. Meine Großeltern lebten mit uns im selben Haus, sodass ich stets Verbindungen zu beiden hatte. Nach dem Tod meiner Großmutter war ich auch täglich in die Pflege mit eingebunden. Auf diese Weise habe ich viel über den Umgang mit alten Menschen gelernt.

Christoph Scheurich, Nicaragua 2005Der Friedensdienst interessiert mich aus verschiedenen Gründen:

  • Zum einen ist es eine gewisse Abenteuerlust, die mich nach 13 Jahren Schule aus dem Land treibt. Ich möchte ein anderes Land, anderer Menschen, andere Sitten und vielleicht sogar andere Musik kennen lernen. Es wäre auch eine Herausforderung eine andere Sprache ohne Schulbücher oder Vokabelhefte zu lernen, wobei es einem dann so wie vielen Ausländern hier in Deutschland ergeht, und sich in einer anderen Kultur zurecht zu finden.

  • Zum anderen ist es ein inneres Bedürfnis anderen Menschen, denen es lange nicht so gut wie uns geht, zu helfen und zu unterstützen. Abgesehen von Spenden haben wir fast keine Möglichkeit dies zu tun. Ich möchte da direkt mit anpacken wo Hilfe nötig ist, Worte und Taten sprechen lassen. Zudem fühle ich mich auch verantwortlich für Menschen in ärmeren Gebieten und Kontinenten. Wir als Europäer, als Vorreiter in Sachen Technologie, Forschung und Medizin sollten anderen einen Teil unseres Wissens weitervermitteln, und sie so auf ihrem Weg in Richtung Wohlstand und Glück begleiten. Ich weiß, dass ich als Einzelner, bzw. wir Freiwilligen, nicht gleich ganze Systeme verändern können, doch wir können zumindest einen ersten Schritt machen, denn von unseren Erfahrungen werden auch unsere Familien und Freunde profitieren können.

  • Ich hoffe in diesem einen Jahr auch mehr über mich selbst zu lernen, meine Interessen tiefer zu ergründen, und auch meine Zukunft beeinflussen zu können. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem konkreten Berufswunsch, vielleicht kann mir die Freiwilligenzeit bei dieser Suche helfen.

Grundsätzlich würde mich jede Arbeit interessieren, und ich würde versuchen jede Aufgabe so gut es geht zu erfüllen. Besonders würde ich mich über Arbeit mit Kindern oder behinderten Menschen freuen, da ich von mir selbst denke auch andere Menschen einigermaßen gut einzugehen. In Kindern sehe ich die Zukunft unseres gesamten Planeten. Wenn es uns gelingt sie friedlich zu beeinflussen, hätten wir schon viel getan. Durch das Projekt Fair-Streiten habe ich zudem schon einigen Umgang mit Jüngeren gehabt.

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