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Nachrichten aus der Mosquitia[ Basisinformation | Urgent Action | Verfallene Medikamente ]
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Ort |
Einwohner |
Ort |
Einwohner |
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Wauhta |
750 |
Prinzapolka |
520 |
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Layasiksa |
250 |
Ariswatla |
237 |
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Kukalaya |
312 |
San Mil |
150 |
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Walpasiksa |
620 |
Kuam Watla |
660 |
b. MITTELLAUF, gesamt 3.630 Einwohner:
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Ort |
Einwohner |
Ort |
Einwohner |
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Alamikangban |
1.110 |
Klarinden |
230 |
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Ladrícola |
305 |
Buena Vista |
212 |
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Limbaikan |
340 |
Galilea |
274 |
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Dos Amigos |
236 |
Tuburús |
200 |
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Bethel |
120 |
Prinzubila |
195 |
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Isna Was |
268 |
Auka-Mango |
140 |
c. OBERLAUF, gesamt 1.582 Einwohner:
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Ort |
Einwohner |
Ort |
Einwohner |
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Los Cerritos |
430 |
Blunós |
160 |
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Silibila |
130 |
San Miguel |
220 |
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Tungla |
230 |
El Naranjal (6 com.) |
192 |
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Tasba Pauni |
220 |
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d. EBENE, gesamt 180 Einwohner:
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Ort |
Einwohner |
Ort |
Einwohner |
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Palmera |
120 |
El Susto |
60 |
In diesen Gemeinden leben insgesamt rund 1.500 Familien.
Die wirtschaftlichen Aktivitäten sind
hauptsächlich: Fischerei, forstwirtschaftliche Tätigkeiten, Landwirtschaft
ausgerichtet auf eine Subsistenzwirtschaft kombiniert mit der Jagd. Die
Subsistenzlandwirtschaft trifft man in all den genannten Gebieten an und
bildet die Grundlage für die Ernährung der Familien. Die wichtigsten
Produkte sind: Grundnahrungsmittel (Reis, Bohnen v.a.) und verschiedene
Tuberkulos (Yuca, Malanga, Kekiske), Bananen. Jede Familie baut
durchschnittlich auf einer Fläche von etwa 1,5 ha jedes Jahr all die
genannten Produkte an. Das bedeutet, dass etwa 2.250 ha jedes Jahr in diesem
Gebiet bebaut werden. Die Fischerei wird hauptsächlich von den
Küsten- und Unterlaufgemeinden betrieben. Die forstwirtschaftlichen
Tätigkeiten werden von einigen Gemeinden am Ober- und Mittellauf betrieben,
u.a. in Alamikangban, Tasba Pauni, Limbaikan, Tungla und Ladrícula.![]()
3. EINSCHÄTZUNG DER DURCH DIE ÜBERSCHWEMMUNGEN VERURSACHTEN SCHÄDEN UND DES BEDARFS FÜR DIE REHABILITIERUNG DER LANDWIRTSCHAFT
Das Gebiet von Prinzapolka ist traditionellerweise anfällig für Naturkatastrophen, hauptsächlich für periodische Überschwemmungen entlang des Flusses. Obwohl Prinzapolka die Folgen des Hurrikan Mitch von 1998 nicht zu spüren kam, erlitt es Mitte Juli die Folgen einer grossen Überschwemmung. Diese zogen hauptsächlich die Landwirtschaft in Mitleidenschaft, jedoch sind keine Verluste an Menschenleben, Tieren und Häusern zu beklagen. Nach offiziellen Schätzungen belaufen sich die Schäden auf 80 %, was den Verlust von etwa 1.800 ha der Anpflanzungen bedeutet. Die Schwere der Schäden fällt mit dem Beginn der Erntezeit zusammen, die von August bis Februar dauert. Die am meisten betroffenen Produkte sind: Bohnen, Reis, Mais, Yuca, Banane, Batata und Wassermelone.
Die am stärksten betroffenen Gemeinden sind etwa 18, also mehr als 50 % des Territoriums:
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a. Litoral und Unterlauf |
b. Mittellauf |
c. Oberlauf |
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Prinzapolka |
Alamikangban |
Dos Amigos |
Tasba Pauni |
Im Kontext dieser Notsituation, die Unterstützung für Prinzapolka kann unter zwei Aspekten betrachtet werden:
Erste Etappe: Katastrophenhilfe
Zweite Etappe: Nachktastrophenhilfe
Die erste Etappe während der Katastrophe selbst mit einer humanitären, augenblicklichen Hilfe, die nicht notwendigerweise zur Befriedigung der familiären Grundbedürfnisse führt.
Die zweite Etappe oder Nachkatastrophenhilfe besteht in einer Hilfe, die sich daran orientiert, die Produktionsfähigkeit der Gemeinden vor allem im landwirtschaftlichen Bereich, z.B. mit Werkzeugen und Saatgut, fördert. Der geschätzte Bedarf für die 18 Gemeinden, die etwa 660 Familien ausmachen, beträgt, geordnet nach Produkt, Anbaufläche und Bedarf:
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Produkt |
Fläche/ha |
Saatgut |
Macheten |
Hacken |
Limas |
Gummistiefel |
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Reis |
165 |
1.320 qq |
1.320 |
660 |
1.980 |
660 |
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Bohnen |
165 |
420 qq |
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Maiz |
165 |
1.320 qq |
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Eine Tragödie nach der anderen. Die durch die Überschwemmung betroffenen Familien in Prinzapolka haben nicht nur nicht eine unzureichende Zuflucht, sondern leiden zudem unter der Einnahme von abgelaufenen Medikamenten, die ihnen von MIFamilia und Secretaría de Acción Social übergeben worden waren, so von einigen Indianern gemeldet. Viele dieser abgelaufenen Medikamente, behaupten die Indianer, sind tatsachlich eingenommen worden ohne dass die Betroffenen sich die Aufschriften lasen, was tödliche Folgen für einige haben könnte, die sie im guten Glauben eingenommen hatten und irgendwo im tropischen Regenwald an der Atlantikküste leben. Diese Medikamente waren auf verschiedenen Aufrufe an Regierung und NGOs hin nach der Überschwemmung überreicht worden, aber eben sechs oder sieben Jahren abgelaufene...
Einige Indianer, die das noch rechtzeitig bemerkten, zeigten einer Tageszeitung die verschiedenen Medikamentenbehälter wie z.B. Imodium Loperamide, benutzt v.a. gegen Durchfallerkrankungen, die auf dem Etikett das Verfallsdatum von 1994 anzeigt. Medikamente wie Clarotricina, ein recht starkes Antibiotikum, v.a. Erkrankungen der Harnwege angewendet, wurden ohne den Hinweis auf das Verfallsdatum von 1996 unter den von der Überschwemmung betroffenen Indianern verteilt.
Andere Medikamente wie Amoxiclina (Antibiotikum), Seudoforma (Grippemittel), Tobramycin adn dexametasona (Antibiotikum) wurden ebenfalls verteilt und habe nach Aussagen von Ärzten bei den Betroffenen erste negative Wirkungen gezeigt.
Die Medikamente wurden anscheinend nach der Katastrophe von der Zentralregierung übergeben und von lokalen Instanzen in verschiedenen Orten wie Wounta, Haulover, Walpasiksa verteilt. Inzwischen hat ein in Alamikangba praktizierender Arzt die Verteilung gestoppt. Verschiedene Familien melden inzwischen alarmierende Symptome bei Kranken, die diese Medikamente eingenommen haben.
Wir hoffen, dass die hier vermerkten Vorfälle keine neue Katastrophe für die Menschen von Prinzapolka bedeuten, und dass die ausgesprochenen Anzeigen und Vermutungen sich nicht bestätigen mögen.
(Nach einer Zeitungsnotiz aus
El Nuevo Diario, 28.August 2001)
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Ulrich Epperlein, Ichenheim 2000-2010 | www.miskito-nicaragua.de | Webdesign: , 06.06.2010 |